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Die Nord- und Ostägäischen Inseln:

Über Nord- und Ostägäis verteilt, bilden die Inseln Samos, Chios, Lesbos, Limnos, Samothraki und Thassos keine echte Gruppe sondern sind gleichsam einzenle "Individuen". Die Inseln unterscheiden sich grundlegend von den anderen griechischen Inseln. Zum einen verlief ihre Geschichte völlig anders, zum anderen wird ihre Landschaft durch ein kräftigeres Grün und durch die fruchtbaren Kulturen als auf den restlichen ägäischen Inseln geprägt. Von den meisten ostägäischen Eilanden ist das türkische Festland zu sehen.


Lesbos:

Lesbos ist die größte der Nordost-Ägäischen Inseln und die drittgrößte Insel in ganz Griechenland. Sie liegt vor dem Golf von Edremit vor der türkischen Küste und ist durch zwei große Buchten (Golf von Kalloni und Gold von Geras) in zwei Hälften gegliedert. Von hier aus sind im 10. Jh. v. Chr. die Äolier aufgebrochen, um ihre Städte an der Küste Kleinasiens zu gründen. Lesbos ist ein Miniatur-Kontinent, so dass es sich lohnt, den eigenen Wagen mitzunehmen, um die ganze Insel kennen zu lernen.

Ausgedehnte Olivehaine wechseln ab mit dichten Bergwälder, öden Hochflächen mit tiefen Felsschluchten und weit ins Land reichenden, allerdings stark verschmutzen Buchten. Die Orte Molyvos, Vatera und Petra haben durch Massentourismus an Reiz verloren. Aber der Rest der Insel ist ursprünglich geblieben, wie z.B. Plomari, Sigri und Skala Sykaminias.

Haupteinnahmequelle der Insel ist weiterhin der sehr intensiv betriebene Olivenanbau. Nach Kreta ist Lesbos der wichtigste Produzent von Olivenöl in Griechenland. Olivenhaine gibt es hauptsächlich im Osten der Insel, während der Westen rau, gebirgig und unzugänglich ist.

Die Lebensart auf Lesbos ist noch „echt griechisch“. Die Menschen sind freundlich, aufgeschlossen und natürlich. Der Wahlspruch der Insel lautet: „siga-siga“ (langsam).

Mitte des Jahres wird in einigen Dörfern noch das Stieropfer gefeiert. In der Antike war dieses Opfer ein Bestandteil aller Feste. Heute ist es ein Fest, um zu feiern, auch wenn der Glaube an das heilige Stierblut noch in einigen Hinterköpfen festsitzt.

Lesbos ist die Heimat berühmter Dichter der griechischen Antike, wie Sappho und Alkaios. Außerdem waren der Sänger und Dichter Arion und der Musiker Terpandros auf Lesbos zu hausen. Auch einer der sieben Weisen des alten Hellas, Pittakos der Mytilene, lebte und wirkte hier. Die kulturelle Tradition hat sich bis in unsere Zeit fortgesetzt. Auf Lesbos leben bekannte Künstler, Maler, Dichter und Schriftsteller.

Die Inselhauptstadt Mytilini an der Ostküste der Insel wird von einem mächtigen genuesischen Kastell beherrscht. Die Stadt, über der ein Hauch von Kleinasien weht, zieht sich im Halbrund einen Hügel hinauf, in dessen Hang auch das antike Theater gebaut wurde. Es stammt aus dem 3. – 2. Jh. v. Chr. und ist das Vorbild für Pompeius ersten steinernen Theaterbau in Rom.


Mytilini:

Die Hauptstadt Mytilini liegt an einer Bucht der Ostküste an der Stelle des antiken Mytilene. Eine als Flanierweg beliebte Mole schützt den südlich gelegenen Fährhafen, um den sich das geschäftige Leben konzentriert. Über die meist niedrigen, teils mit Kolonnaden versehenen Häuser ragt die Kuppel der Kirche Agios Therapon, die westliche Stileinflüsse erkennen lässt. Östlich zwischen dem Südhafen und dem antiken Nordhafen steigt der Burghügel mit der mächtigen Gattelusi-Festung an. Der Weg hinauf führt durch einen Kiefernwald, einen beliebten Picknickplatz.

Molyvos:

Touristisches Zentrum der Insel ist das an der Nordküste gelegene Molyvos, ein malerisch am Hang unter einem mächtigen Gattelusi-Kastell ansteigendes Hafenstädtchen. Am Stadtstrand steht eine zum Hotel umgebaute Ölmühle.

Petra:

Petra, der kleine Hafen ist ebenfalls schon vom Tourismus entdeckt. Es gibt hier eine Frauenkooperative, die Privatzimmer vermietet.

Skala Kallonis:

Um den kleinen Fischerhafen Skala Kallonis sind gute Strände mit Hotels und Restaurants zu finden.

Sigri:

Sigri, Fischer- und Ferienort an der Westküste, besitzt schöne Strände und am Hafen eine türkische Festung.
Den schönsten Sandstrand von Lesbos findet man in Vatera im Süden der Insel.


Sehenswert

Mytilini:

- Das Kastro aus dem 6. Jahrhundert wurden von den Genuesern im 14. und 15. jahrhundert zu einer der größten Festungen in der östlichen Ägäis ausgebaut.

- Das antike Theater am Stadtberg von Mytilini wurde im 3. – 2. Jh. v. Chr. gebaut.

- Unterhalb des Theaters wurde ein Haus aus dem 3. – 4. Jh. n. Chr. ausgegraben, in dem schöne Fußbodenmosaiken erhalten sind. Die Motive sind Komödienszenen des Menander und ein Porträt des Dichters.

Beim Dorf Moria, nordwestlich von Mytilini, steht ein römisches Aquädukt.

Nördlich von Mytilini liegt Pirgi Thermis mit seinen eigenartigen Wohntürmen.

Die Thermen von Loutra Thermis, ebenfalls nördlich von Mytilini, verhalfen dem Ort schon im Altertum zu seinem Ruf als Kurort. Bei Ausgrabungen in dieser Gegend wurden Reste von insgesamt fünf übereinander liegenden Siedlungen freigelegt, von denen die älteste aus der frühen Bronzenzeit stammt.

Mandamados (36 km von Mytilini) mit seiner verfallenen mittelalterliche Burg ist bekannt für seine Tonkrüge, die „koumaria“. Sie sind porös und durch die Verdunstung halten sie das Wasser im Sommer kühl. Mandamados ist außerdem bekannt für seine ausgezeichneten Käseprodukte.

Ein schönes Küstendorf ist Skala Sykamineas im Nordosten der Insel. Zahlreiche Serpentinen führen hinunter zu diesem Ort, in dem es mehrere gemütliche Tavernen gibt.

Eressos an der Südküste ist die Heimat der ersten Dichterin der Weltliteratur Sappho. Der Westen der Insel ist vulkanischen Ursprungs mit karger Vegetation. Eressos ist eine Zwillingsstadt, die aus zwei Orten zusammengewachsen ist. Im Sommer ziehen die Einheimischem vom oberen Ort an die Küste. Besonderer Anziehungspunkt ist ein einladender Dorfplatz am Meer.

An der Südküste liegt Plomari , ein kleines Städtchen mit einigen Ouzo-Destillerien, die man meistens besichtigen kann. Der Ouzo von Lesbos gilt als einer der besten Griechenlands.

In den Katakomben der Magdalenen-Kirche im malerischen Dorf Skopelos an der Westküste des Golfs von Geras haben die ersten Christen der Insel Zuflucht gefunden.

Der „versteinerte Wald“ bei Sigri an der Estküste ist der einzige dieser Art in ganz Europa. Vor Jahrmillionen hat vulkanische Asche einen Wald von Zedern, Platanen und Kastanienbäumen verschüttet. Silikate haben das Holz der Stämme ersetzt, die durch Erosion nun wieder ans Tageslicht kommen.

Besonders entlang der Südküste gibt es kilometerlange Strände

Die kleine Siedlung Anaxos liegt inmitten von Olivenhainen an einem der schönsten Strände der Insel.

Das Kloster Ermogenis (Loutra Geras) liegt an einer schönen Badebucht an der Einfahrt zum Golf von Geras.

Um Vatera gibt es einen kilometerlangen Sandstrand.

Der Hafen Skala Eressou hat einen herrlichen Strand.

Plomari hat ebenfalls einen endlosen Sandstrand.

Hoteltipp:

Hotel Erato (C) in Mytilini, Odos Vostani 2
Im Süden der Stadt beim Büro der Olympic Airways; freundlicher Service; Straßenlärm,
aber angenehme Atmosphäre mit griechischen Gästen.

Hotel Olive Press in Molyvos
Moderner Komfort in einer alten Olivenfabrik. Das klimatisierte Hotel leigt direkt am
schmalen Ortsstrand.

Hotel Delphinia (B) in Molyvos
Große Hotel- und Bungalowanlage mit eigenen Strand. Restaurants und Sportmöglichkeiten.
Restauranttipp:

Kalderimi
in Mytilini Odos Thasu 2.
Excellente kreative Küche, z.B. gefüllte frische Kalamares mit Petersilie.

Achiwada
im Vorort Varia, 5 km vom Zentrum von Mytilini, an der Uferstraße gelegen.
Nobellokal mit ausgezeichnetem Essen.

Melinda
in Molyvos, Odos Agora.
Von einer Australierin geführtes Lokal der oberen Preisklasse mit griechischen, italienischen
und indischen Gerichten.
Museentipp:

Byzantinisches Museum, Mytilini am Platz der Kathedrale
Eine große Sammlung zumeist nachbyzantinischer Ikonen.

Archäologisches Museum, Mytilini Odos 8is Noemvriu und Odos Arg. Eftalioti 7
Hier findet man vor allem hellenistische Mosaike aus dem 3. Jh.v.Chr., in
der Villa u.a. Skulpturen, Goldschmuck, Münzen und römisches Glas.

Teriade-Museum, Varia ca. 4 km von Mytilini entfernt
Einzigartige Sammlung von Lithografien moderner Künstler wie Chagall, Matisse
und Picasso.

 

Thassos:


Thassos ist eine liebliche, fruchtbare Insel, im äußersten Norden der Ägäis 8 km vor der ostmakedonischen Küste gelegen. Sie ist fast kreisrund und wird von einem dicht bewaldeten, von tiefen Tälern durchzogen Gebirge eingenommen. Die schönsten Buchten mit hervorragenden Sandstränden liegen an der Ostküste.

Um die Insel führt in Küstennähen eine ca. 100 m lange Straße, die von Linienbussen befahren wird; so sind alle Strände und Dörfer leicht erreichbar. Südöstlich liegen Panagia und Potamia am Osthang des Ypsari. Von hier schöner Blick über das baumbestandene Tal zum Meer und zum 4 km langen Strand Chrysoammudio (Golden Beach), dem besten der Insel. Über Kinira (Paradise Beach) zur Halbinsel Alykimit zwei wunderbar idyllischen Sandbuchten.

Sehenswert

Limenas

- antike Agora aus dem 5. Jh. v. Chr. mit einigen wieder aufgestellten Säulen.

- Archäologisches Museum mit zahlreichen Funden aus archaischer und römischer Zeit

- Amphitheater oberhalb der Stadt gelegen mit herrlichem Ausblick

Im unter Denkmalschutz stehenden Dorf Theologos kann man makedonische Architektur bewundern: Häuser aus Bruchstein mit Schieferdächern.

Das Dorf Panagia im Nordosten der Insel. Auf der Alten Platia des Dorfes treffen sich 5 Quellen. In Panagia gibt es ausgezeichneten Honig.

Empfehlenswerte Strände

Gute Strände findet man bei Kinira an der Ostküste und Aliki an der Südküste. Bei Potos an der Westküste gibt es einen 2 Kilometer langen Sand-/Kiesstrand. Bei klarer Sicht kann man von hier aus den Berg Athos sehen.

Hoteltipp:

Hotel Timoleon (B) in Thassos Stadt
Bestes Haus am Platz mit geräumigen Zimmern mit Balkon und Blick aufs Meer.

Abends ist es jedoch recht laut.

Villa Nicoleta 1,5 km außerhalb von Limenas
Pension in einem schönen Garten mit großem Rasen, 200 m vom Sandstrand.

Restauranttipp:
Plataqnos
Rachoni nur Abends.
Einfache, typische Strandtaverne an der Platia. Abends manchmal Buzukimusik.


Chrisi Amoudia
am Strand von Thassos-Stadt.
Gute Auswahl an Gerichten. Flotter und freundlicher Service; Terrasse.

New York, New York
im alten Hafen von Thassos-Stadt.
Große, aber nicht billige Pizza, Nobeltarverne.
Museentipp:

Archäologisches Museum, Limenas - gegenüber der antiken Agora
Bedeutenstes Objekt ist die aus dem 6. Jh. stammende Statue eines nackten
Jünglings mit Widder im Arm.

 

Samos:

Der kleinasiatischen Küste vorgelagert präsentiert sich Samos. Nicht nur bekannt durch den berühmten Wein, sondern auch als die grünste Insel der Ägäis, bietet das Eiland waldreiche Gebirgszüge, Weinberge und Olivenhaine. Verlockende, teilweise feinsandige Strände zum Baden und einladende Tavernen bieten ganz nebenbei die richtige Mischung für einen gelungenen Urlaub auf der Insel des Pythagoras.

Samos-Stadt:

Inselhauptstadt ist seit 1832 die damals neu gegründete Stadt Samos. Sie liegt im Halbkris um die Hafenbucht von Vathy und steigt malerisch an den von Weinstöcken und Ölbäumen bestandenen Berghängen zur Oberstadt Ano Vathy empor. Die Stadt besitzt an der hübschen Hafenpromenade einen zentralen Platz mit einem großen Marmorlöwen, mehrere große Kirchen sowie malerische Gassen und Treppen.

Pythagorion:

Das pittoreske Pythagorion mit seinen engen, verwinkelten Gassen ist besonders abends beim Bummeln am malerischen Hafen oder in einem der vielen Cafes rund um den Hafen sehr stimmungsvoll. Am Ortsrand beginnt der lange Sand/Kiesstrand. Der Ort verdankt seinen Namen dem Philosophen Pythagoras und liegt auf antiken Fundamenten. Pythagorion ist empfehlenswert für Gäste, die unternehmungslustig sind und einen reizvollen, hübschen Ort suchen.

Kampos:

Feriensiedlung im Südwesten von Samos, ca. 3 km vom Ort Ormos mit kleinem Fischerhafen entfernt. Die Strände zwischen Limnionas und Kampos zählen zu den sandigsten der Insel. Viele typische und urige Tavernen laden hier zum Verweilen ein. Zum schönen Bergdorf Marathokampos sind es ca.7 km. Kampos bietet sich als idealer Ausgangspunkt für Wanderungen an.

Kerveli:

Von der Straße zum Fischerdörfchen Possidonio zweigst du nach Kerveli ab und kommst zu einem schmalen Kiesstrand. Neben wenigen, nahe gelegenen typischen Tavernen findest du hier Ruhe und eine Umgebung, die zu Sparziergängen und Wanderungen einlädt.

Kokkari:

Ort mit besonderem Charme: Auf dem Dorfplatz am kleinen Fischerhafen treffen sich Gäste und Einheimische in Kafenions und Tavernen. Alte Häuser säumen die Uferfront, ein langer Kiesstrand und bewaldete Berghänge dienen als gelungene Kulisse. Gutes Surfrevier, Mountainbike-Verleih im Ort. Die Badebuchten Lemonakia und Tsamadou sind zu Fuß erreichbar. Nach Samos-Stadt bestehen regelmäßige Busverbindungen.

Mykali:

Langer einladender Kieselstrand, etwa 10 km südlich von Samos-Stadt bzw. 8 km östlich von Pythagorion in ländlicher Gegend mit herrlichem Blick auf die Mykalische Meerenge, die hier nur 1,3 km Entfernung Europa zu Asien trennt. Zum nächsten Sandstrand Psili Amos sind es ca. 2 km.

Sehenswert

Das 1756 gegründete Kloster Zoodochos Pigi liegt etwas 7 km östlich von Samos-Stadt hoch über dem Meer. Hier bietet sich ein beeindruckender Ausblick auf das Meer und die nahe türkische Küste.

Pythagorion, 14 km von Samos Stadt entfernt, an der Südküste, wurde nach dem berühmten, auf der Insel geborenen Mathematiker benannt. Hier kann man den Tunnel von Eupalinos besichtigen, eine unterirdische Wasserleitung, die die Stadt in der Antike mit Wasser versorgte. Der Tunnel wurde unter der Herrschaft von Polykrates angelegt, ist 1.047 m lang und hat einen Durchmesser von 1,80 m. Der Einstieg ist nur ca. 50 cm breit, also nichts für Menschen mit Platzangst. Der Tunnel ist eine architektonischhe Meisterleistung des Eupalinos. Er entschloss sich für den schweren Bau des Tunnels durch den Berg Ampelos und begann gleichzeitig an beiden Seiten des Berges mit den Bauarbeiten.

Polykrates ließ die Stadt Pythagorion mit einem starken Befestigungsgürtel umgeben. Die mächtige Landmauer (4 km lang) führt über den Berg Ampelos. Auf dem Gipfel sind noch Reste der gewaltigen Mauern vorhanden.

Das Kloster Spilianis liegt in der Nähe von Pythagorion. Hier bietet sich dem Besucher eine herrliche Aussicht. Als man im nahegelegen Steinbruch drei Ikonen fand, errichtete man in der Grotte ein Höhlenkirchlein. Bei den Einheimischen gilt das Wasser der Höhle als wundertätig.

Im Paläontologischen Museum von Mytilini sind viele Fossilien zu bewundern, die beweisen, dass Samos einmal mit dem Festland verbunden war.

Bei der Mündung des Imvrasos, ca. 10 km von Pytagorion entfernt, liegt das Heraion. Hier stehen die Überreste eines Hera-Tempels. Er soll einst der größte Tempel Griechenlands gewesen sein. Leider kann man nur noch an einer einzigen, aufrecht stehenden Säule seine einstige Größe ermessen. Die Säule ist die letzte von ehemals 120 Säulen, jede von ihnen fast 20 m hoch. Der riesige Bau ist jedoch nie vollendet und seit dem Ende der Antike mehrmals geplündert worden. Der Sage nach wurde Hera hier geboren. Die Verehrung dieser Stelle soll auf den Fund eines mit den Zweigen des Keuschlammstrauches umwundenen Holzstückes zurückgehen, in dem man ein Abbild der Göttin erblicke.

Von Agios Konstantinos aus kann man Touren in das berühmte Tal der Nachtigallen starten.


Empfehlenswerte Strände

In der Nähe des Topruistenzentrum Kokkari befinden sich die schönsten Strände der Insel (überwiegend Kiesel).

Potami, in der Nähe von Karlovassi, gehört zu den schönsten Stränden der Nordküste (Sandkiesel).

An der Südküste bei Marathonkampos breitet sich der kilometerlange Strand von Votsalakia aus und ganz in der Nähe Chrissi Ammos („Goldsand“), der wohl schönste Badestand der Insel.

Hoteltipp:

Pension Aidonokastro
Eine sehr originelle Pension liegt im Nachtigallental Valeondades zwischen
Agios Konstatinos Manolates nahe der Taverne Ta Aidonia; Ihr Inhaber,
Yannis Pamoukis, hat ein verfallenes Dorf teilweise restauriert und bietet
in alten Natursteinhäusern neun Apartements für Romantiker und
Naturliebhaber an. Das Meer ist ca. 2 km entfernt.

Hotel Kerveli Village (B) in Kerveli
Sehr abgelegene, ruhige Hotelanlage an der Ostküste der Insel, etwa 9 km

von Vathy entfernt.

Hotel Samos (C) in Vathy (Samos-Stadt) Sofouli 6
Man sollte sich von der exponierten Lage direkt an der Uferstraße unweit
vom Hafen nicht abschrecken lassen. Denn das Hotel hat nicht nur komfortable
Zimmer mit Balkon und Blick zum Golf, sondern ist auch sehr preiswert.

Hotel Samaina (C) in Pythagoreio
Am Hang oberhalb der Hafenpromenade liegt dieses beliebte, kleine Hotel mit
freundlicher Atmosphäre. Man ist weit genug vom Trubel der Stadt und hat
trotzdem alles im "Blick".

Restauranttipp:

Christos
in Samos-Stadt, Platia Agiu Nikolaou.
Freundlicher Service, leckeres Essen und große Portionen.

Lakis
in Pythagoreio, Odos Polykrates (Straße Richtung Vathy).
In diese Ouzeri mit freundlichen Service und guter Küche kommt man am besten
in der Gruppe und bestellt unterschiedliche griechische Vor- und Hauptspeisen für
die ganze Tischgesellschaft. Man hat einen guten Blick auf die Altstadt und den Hafen.
Ab 22.00 Uhr trifft man in dem Lokal viele Einheimische.

Samos Hotel Roof Garden
in Vathy, Sofouli 6.
Auf dem Dachgarten des Hotels kann man tagsüber einen Snack zu sich nehmen und
abends an weiß gedeckten Tischen speisen. Das Besondere ist der exzellente Blick
über die Dächer der Stadt und dem Hafenbereich.
Museentipp:

Archäologisches Museum, Limenas - gegenüber der antiken Agora
Bedeutenstes Objekt ist die aus dem 6. Jh. stammende Statue eines nackten
Jünglings mit Widder im Arm.



Skiathos:

Skiathos ist eine fruchtbare und dichtbewaldete Insel (Pinienwälder) nördlich von Euböa, nicht weit vom griechischen Festland entfernt. Die Insel hat über 60 Sandstrände, von denen einige zu den schönsten Griechenlands gehören. Neun kleine unbewohnte Inseln liegen direkt vor der Küste.

Skiathos ist eine der landschaftlich reizvollsten griechischen Inseln und damit Magnet für zahlreiche Urlauber, die Jahr für Jahr im Sommer auf die Insel strömen. Über 15.000 Gästebetten gibt es inzwischen auf der Insel. Skiathos (Chora) an der Ostküste ist der einzige Ort der Insel. Malerisch ziehen sich weiße Häuser mit roten Ziegeln an einem Hang hinauf. Im Sommer ist Skiathos-Stadt hoffnungslos überlaufen. Tavernen und Kafenia wurden nahezu vollständig von Bars, Diskotheken und Nobel-Restaurants verdrängt.

Bedeutende antike Stätten gibt es auf Skiathos nicht, aber Skiathos ist die Heimat des bedeutenden griechischen Novellisten Alexandros Papadiamantis (1851 – 1911).

Sehenswert

Skiathos-Stadt:

- Kirche Tris Hierarches aus dem 19. Jahrhundert

- das Geburtshaus an Alexandros Papadiamantis

- in der Nähe des Friedhofs findet man Überreste Pelasgischer Mauern

Nördlich von Skiathos-Stadt liegt das Kloster Evangelista aus dem 18. Jahrhundert.

An der Westküste der Insel liegt das Kloster Kechrias.

Nach zwei Stunden Fußmarsch von Skiathos-Stadt aus erreicht man im Norden der Insel die mittelalterliche Festung Kastro. Im 16. Jahrhundert baute sich die gesamt Bevölkerung von Skiathos auf diesem unbezwingbaren Felsen eine Festung. Eine Zugbrücke war die einzige Verbindung zur restlichen Insel. Heute kann man über einige Treppen in die Festung gelangen. Innerhalb der Festungsmauern gab es einmal 300 Häuser und 22 Kirchen. Die Häuser sind nicht mehr vorhanden, nur noch zwei Kirchen stehen dort. In der Christus Kirche kann man Ikonen und geschnitzte Holzdarstellungen betrachten.

Empfehlenswert Strände

Südküste:

Koukounaries, 11 km westlich von Skiathos-Stadt. Der bekannte Pinienhain, nach dem dieses Gebiet benannt ist, zieht sich auf einer Länge von 1.000 m am Strand entlang. Koukounaries zählt zu den schönsten Stränden Griechenlands.

An der Südküste liegen noch die Strände Achladias, Platanias, Troulos und Vasilias.

Westküste:

Krassas und Agia Elenis

Nordküste:

Lalaria, wunderschöner Strand mit großen Kieselsteinen (mit dem Boot zu erreichen), Ormos Gournes und Mandraki

Hoteltipp:

Esperides (B), Ormos Achladias
Luxuriöses Hotel älterer Bauart mit hervorragendem Service, nur einige
Schritte vom Wasser entfernt.

San Remo, Skiathos-Stadt
Preiswertes Hotel in Skiathos-Stadt, alle Zimmer mit Balkon.

Skiathos Palace, Kukunaries
Bestes Hotel der Insel, mit Pool, oberhalb des Strandes.
Restauranttipp:

Kanapitsa
auf der Halbinsel Kanapitsa.
Große Speisenauswahl. Immer gut besucht. Eine der besten und teuersten
Tavernen der Halbinsel.

Windmill
Oberhalb der östlichen Uferfront, nur Abends.
Französische und mediterrane Küche in einer 140 Jahre alten schön restaurierten
Windmühle.

Psaradika
Fischtaverne am alten Hafen neben der Fischmarkthalle
Museentipp:

Papadiamantis Museum, Odos Papadiamantis
Das zweigeschössige Geburtshaus des bedeutenden neugriechischen
Schriftstellers Alexandros Papadiamantis (1851-1911) zeigt, wie man vor
etwa 100 Jahren im Inselstädtchen lebte.

 

Chios:

Chios ist eine wasserreiche Insel dicht vor der Küste Kleinasiens. Die Vegetation reicht oft bis dicht an die Küste heran und die Dörfer im Anbaugebiet der Mastixsträucher verschwinden fast im Grün. Dem Mastixanbau verdankt die Insel ihren Wohlstand. Aus diesem Strauch wird ein Harz gewonnen, das als Aromastoff für Süßigkeiten, Kaugummis und Parfüms dient und auch zur Herstellung von Klebstoff und Farben verwendet wird. Seit der Antike wird dem Harz eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt. Mastix wächst nur im Süden von Chios.

In der Inselhauptstadt Chios, gleichzeitig auch der wichtigste Hafen der Insel, herrscht lebhaftes Treiben. Das gilt für den alten Teil des Hafens mit den kleinen, verschiedenfarbig bemalten Häusern, wo die Fischerboote im Wasser dümpeln und die Netze zum Trocknen ausgebreitet sind, als auch für den neueren Teil mit modernen Geschäftshäusern und Promenadencafés. Chios ist eine lebendige, betriebsame, typisch griechische Stadt. Gleich am Hafen liegt die ursprünglich byzantinische Festung, in deren Mauern sich einst das Leben der Hautstädter abspielte.

Chios ist eine blühende und hübsche Insel, seine Einwohner sind freundlich und heiter. Deshalb kann man sich nur schwer vorstellen, dass die Geschichte der Insel von Gewalttätigkeit geprägt war. Die ersten Bewohner der Insel, friedliche Fischer und Bauern kleinasiatischer Abstammung, wurden von Kriegern aus Euböa buchstäblich ausgerottet. Die Kolonie wurde zunächst von einer Monarchie beherrscht, dann von einer Tyrannenfamilie, die sich noch grausamer gebärdete als die Könige zuvor. Sie haben u.a. die Einführung des Sklavenhandels in der Ägäis zu verantworten.

Es folgten die Perser, Athener, Spartaner und Römer, die die Insel nacheinander mit Willkür regierten und ausplünderten.

Nicht einmal der Mastixbaum, der nur hier auf Chios wächst, brachte der Insel Glück. Mastix ist ein aromatisches Harz, für das die Frauen in der Antike jeden Preis bezahlten, denn das Kauen dieses Harzes erfrischte den Atem. Die Männer brannten aus Mastix den Raki, einen Schnaps, der angeblich aphrodisierende Wirkung haben sollte. Auch als Heilmittel war Mastix gefragt. Ärzte empfahlen das Harz zur Inhalation. Es wurde auf glühende Holzkohle geworfen und die aufsteigenden Dämpfe eingeatmet.

Der Mastix war es, der die Gier der Genuesen entfachte. Sie planten, die Insel den Venezianern wegzunehmen und sich so ein Monopol mit reichem Einkommen zu sichern.

In Genua wurde im 14. Jh. die „Maona von Chios“ gegründet. Ihre Aufgabe war es den Mastix auszubeuten und die Verarbeitung und Vermarktung zu organisieren.

Aber die Türkei war nicht weit entfernt. Nur acht Kilometer trennen Chios von der Küste von Smyrna (Izmir). Der lukrative Handel auf der Insel blieb den Ottomanen nicht verborgen. Einige Jahre lang konnten die Genuesen die Türken mit Tributzahlungen hinhalten. Doch die Übermacht der Türken war zu groß. So eroberten sie 1565 die Insel und ihre Herrschaft übertraf an Grausamkeit alles, was die Inselbewohner bisher kennen gelernt hatten.

In den Mastix-Dörfern, den „mastochoria“, lebte man unter Bedingungen wie sie auch für Strafkolonien galten. Die unerbittliche Überwachung wurde von türkischen Soldaten und Verwaltern übernommen. Jeder Baum war besteuert und selbst Andeutungen von Ungehorsam sowie der kleinste Schmuggel wurden mit dem Tode bestraft.

Den Oberbefehl hatte eine Spezialeinheit, deren Kommandant in einem Kastell auf dem Hügel  von Apollonion bei Armolia saß.

Die ottomanische Herrschaft hielt sich auf Chios trotz wiederholter Aufstände bis 1821. Dann gelang es einem Freiwilligenkorps von Samos, die Insel zu besetzen. Aber die Türken kehrten mit großer Übermacht zurück und schlugen den Aufstand nieder. In den folgenden Monaten veranstalteten die Türken die grausamsten Massaker auf Chios. 25.000 Männer, Frauen und Kinder wurden getötet. Seither pilgern die Griechen zum Kloster Agios Menas (Minas), wo die 25.000 Opfer des Blutbades bestattet sind.

Wichtigste Sehenswürdigkeit auf Chios ist das Kloster Nea Moni, das „Neue Kloster“. Das 1050 von Kaiser Konstantinos Monomachos gestiftete Nonnekloster mit einem sehenswerte Refektorium enthält einige der bedeutendsten Mosaiken der mittelbyzantinischen Zeit in ganz Griechenland.

Bei Vrontades, nördlich der Inselhauptstand, steht in einem antiken Kybele-Heiligtum ein großer Felsblock, „Daskalopetra“ oder „Schule des Homer“ genannt.

Volissos, an der Westküste, ist der Geburtsort von Homer. Ein Dorf, das mit seinen engen Gassen, dem verfallenen byzantinischen Kastell und den bunt bemalten Häuschen einer mittelelterlichen Miniatur entsprungen zu sein scheint.

Interessant ist ein Besuch der Mastix-Dörfer im Süden der Insel. Das Harz des Mastixstrauches gerinnt nur auf Chios und auch nur im Süden der Insel und ist damit verarbeitungsfähig. Das wohlschmeckende Mastix war schon in der Antike als Kaugummi beliebt und wird heute u.a. in der Pharmazie verwendet.

Sehenswertes:

- das Dorf Armolia ist bekannt für seine Töpferwerkstätten

- Pirgi ist ein Bilderbuch-Dorf. Hier wurde eine ganz ungewöhnliche Kunst der Fassadendekoration entwickelt. Durch Schaben („xysta“) herausgearbeitete geometrische Schwarz-Weißmuster bedecken zahlreiche Außenwände.

- Mesta ist das Mastixdorf mit der am besten erhaltenen mittelalterlichen Struktur.


Empfehlenswerte Strände:

Einen schönen Sandstrand gibt es bei Karfas nördlich von Chios-Stadt (6 km).

Ambelos-Strand im Norden von Chios

Emborios mit einem herrlichen scharzen Kieselstrand

Außerdem gibt es schöne Strände in Ag. Erminoni, Komi, Vrontades und Ag. Markela.

Auf Chios gibt es einen Flughafen, auf dem Chartermaschinen landen. Innergriechische Linienverbindungen bestehen nach Athen, Thessaloniki und Lesbos.

Fährverbindungen bestehen u.a. nach Piräus, Rafina (Festland), Thessaloniki, Kavala, Lesbos, Samos und Limnos.


Chios:

Der Hautort und Haupthafen Chios liegt etwa an der Stelle der antiken Stadt in der Mitte der Ostküste. Seine Häuser ziehen sich um den Hafen. Von der alten Stadt ist wenig erhalten, dennoch besitzt die Stadt ein angenehmes orientalisches Flair.

Inusses-Inseln:

Nordöstlich vor der Insel Chios liegen am nördlichen Eingang der Chios-Straße die Inusses-Inseln, ein sich in nordwestlicher Richtung erstreckender Archipel mit der als einziger bewohneten Hauptinsel Inusses sowie östlich davon den Eilanden Pasas, Gavathion, Vaton und zahlreiche Klippen. Inusses ist zwar winzig, hat aber schöne Strände, einen hübschen Hauptort mit klassizistischen Häusern und gute Wandermöglichkeiten. Etwa 30 Prozent der griechischen Reeder sind hier in ihren luxuriösen Domizilen ansässig.

Hoteltipp:

Perivoli in Kambos, Odos Argenti 7-11
Individuell eigerichtetes Haus in einem herrlichem Garten.


Markos Place (C), oberhalb des Sandstrandes von Karfas
Ein zauberhaftes Plätzchen für Individualisten die authentisch griechisches Flair
suchen. Vor zwei Jahrzehnten hat Markos Kostalas das alte Kloster gepachtet
und liebevoll restauriert. Die einstigen Mönchszellen sind zwar schlicht, und
Duschen und Toiletten liegen außerhalb, doch stört das kaum. Meisten hält man
sich auf den schattigen Terrassen auf und unterhält sich mit anderen Gästen.
Restauranttipp:

Hotzas
in Chios-Stadt, Odos Stefanus Tsuri 74 im oberen Teil der Stadt.
Urige Taverne mit Garten in einem folkloristischen dekoriertem Haus.
Selbst gebrannter Ouzo, Retsina vom Fass.

O Morias
Diese beliebte Taverne mit guter Hausmannskost liegt auf der schattigen Platia im
Mastixdorf Mesta.
Der Gast darf der Köchin in die Töpfe schauen und das Essen selbst zusammenstellen.
Museentipp:

Byzantinisches Museum, Chios-Stadt, Odos Kenety
Kleine, sehr gute Sammlung nachbyzantinischer Wandmalerein und Ikonen im
Torhaus der Porta Magiore am Rande des Kastro-Viertels.

Nautisches Museum, Chios Stadt, Odos Stefanu Tsuri 20
In einer alten Villa wird die Seefahrtsgeschichte von Chios lebendig.


 

Amoliani:

Amoliani, dicht vor der Küste des östlichsten Fingers der Halbinsel Chalkidiki gelegen, ist Wochenend- und Sommerferienziel vieler Thessaloniker. Sie ist die größte der Inseln vor der Küste Chalkidikis. Wunderschöne Strände, einsame Buchten, klares Wasser und Strandbuden ,die auf dem Holzkohlengrill kleine, typisch griechische Gerichte zaubern, machen den Besuch auf Amoliani unvergesslich. Vom einzigen Dorf mit urigen Tavernen erreicht man per Leihfahrrad oder Motorboot viele einsame Strände mit Blick auf den Berg Athos.

Die Bucht Alikes heißt eigentlich Salzbucht, wird von den Touristen aber wegen ihres feinen Sandes „Goldstrand“ genannt.
Die Bucht Karagazi ist ein Traum für Urlauber mit Robinson-Ambitionen.

Amoliani erreicht man per Schiff von Ouranopolis auf dem gegenüberliegenden Festland aus.

Empfehlenswerte Strände

Die Bucht Alikes heißt eigentlich Salzbucht, wird von den Touristen aber wegen ihres feinen Sandes „Goldstrand“ genannt.
Die Bucht Karagazi ist ein Traum für Urlauber mit Robinson-Ambitionen.


Limnos

Limnos ist eine flache, nahezu baumlose, fruchtbare Insel aus Vulkangestein. Der Tourismus ist auf Limnos nicht sehr ausgeprägt, nicht zuletzt wohl wegen des großen militärischen Sperrgebiets. Das Militär ist auf der Insel präsent, seit es Streitigkeiten mit der Türkei um Erdölvorkommen in diesem Gebiet gegeben hat. Die Bevölkerung lebt größtenteils vom Anbau von Getreide, Tabak, Wein, Baumwolle und Obst.

Die Inselhauptstadt Myrina (auch Kastro) an der Westküste erstreckt sich entlang einer malerischen Bucht. Der Ort wird von den Ruinen einer venezianischen Festung überragt.

Die Sage berichtet, dass der Vulkangott Hephaistos auf Limnos seine Schmiede hatte und hier Aphrodite heiratete. Nach Homer waren alle Inselbewohner seine Schüler im Schmiedehandwerk. Nach dem Gott wurde früher die größte Stadt Hephaisteia genannt.

Bei Poliochni an der Ostküste hat man Reste von Siedlungen aus der Jungsteinzeit und Bronzezeit ausgegraben, die zu den ältesten im ägäischen Raum gehören.

Nördlich von Moudros liegt die Ausgrabungsstätte der antiken Stadt Hepaisteia. Ausgrabungen brachten ein Heiligtum aus dem 5. – 4. Jh. v. Chr. und eine Nekropole mit griechischen , römischen und byzantinischen Gräbern ans Licht.

Bei Chloi, dem ehemaligen Hafen von Hepaisteia stehen Reste des vielleicht ältesten Kabiren-Heiligtums.

Beim Dorf Atsiki hat man einen herrlichen Panoramablick über die Purnias-Bucht. Außerdem ist der Ort für seine vorzüglichen Fischlokale bekannt.

Bei Hortarolimni an der Ostseite der Insel befindet sich ein interessantes Feuchtbiotop mit äußerst seltenen Vögeln.

Im Süden der Insel liegt die „Sahara von Limnos“ mit einer beeindruckenden Sandlandschaft.

Einige gute Strände liegen südlich von Myrina.

Auch um Moudros herum gibt es schöne Badebuchten.

Hoteltipp:

Poto Myrina Palace, ca. 20 Gehminuten von Mirina
Eines der besten Hotels in Griechenland, direkt am Meer.


Afroditi Apartments, ca, 15 Gehminuten von Mirina
Apartmenthaus in Strandnähe.
Restauranttipp:

O Glaros
Mirina, am Hafen.
Gepflegte, von Einheimischen bevorzugte Fischtarverne am Hafen.

Gregories
im Norden der Bucht von Platy.
Vorzügliche Grillgerichte. Schattige Terrasse, immer gut besucht.
Museentipp:

Archäologisches Museum in Mirina an der Uferpromenade
Von besonderer Anmut sind neun Terrakotten aus dem 7. Jh. Gefunden wurden sie im
Hephaistia-Heiligtum. Sechs zeigen Sirenen, drei weitere Sphingen, geflügelte Löwen
mit Frauenköpfen.


Ikaria:

Ikaria ist Griechenlands wildeste Insel. Im Süden besteht sie aus steilen Felsklippen, die in der blauen Tiefe versinken, das Landesinnere beherrschen schroffe Berge und wasserreiche Täler. Der Norden bezaubert mit ausgedehnten Kiefernwäldern, kilometerlangen Sandstränden und glasklarem Wasser. Ein wenig Tourismus findet man in der Inselhauptstadt Agios Kirikos und an der Nordküste um Armenistis. Die übrige Insel mit über 40 Dörfern ist ein Hort griechischer Traditionen. Sonnige Tage am Meer und gesellige Abende in der Hafentaverne versprechen einen Griechenlandurlaub, wie er im Buche steht.

Im Altertum nannte man die Insel Makris Doliche („die Lange“) oder auch Ichtyoessa („die Fischreiche“). Aber Ikarus, der Sohn des Dädalos kam beim Flug mit seinen aus Federn und Wachs gefertigten Flügeln der Sonne zu nahe. Vor der Küste der Insel stürzte er ins Meer und die Insel wurde in Ikaria oder Nikaria, wie die Einheimischen sagen, umbenannt.

Sehenswert

In Therma Lefkadas westlich von Agios Kirikos entspringen am Strand heilkräftige Quellen.

Nur 1 Kilometer östlich von Agios Kirikos liegt der Kurort Therma. Seine Quellen waren schon in der Antike bekannt für ihre heilende Wirkung bei Rheuma und Arthritis.

In Kambos findet man Baureste der antiken Stadt Oinos. Hier soll der Sage nach der erste Weinstock überhaupt gewachsen sein. Der Wein, der hier angebaut wurde, war so vorzüglich, dass selbst Dionysos, der Weingott, ihn bevorzugte. Nach ihm hieß die Stadt eine Zeit lang Dionysias.

Beim kleinen Küstenort Nas, in der Nähe von Armenistis, befand sich im Altertum einer der bedeutendsten Artemis-Heiligtümer. Teile des Tempelfußbodens und die Mole des antiken Hafens sind noch zu sehen.

Fanari, der Nordostzipfel der Insel, ist nur mit dem Boot von Agios Kirikos zu erreichen. Hier befindet sich der Turm von Drakanon, ein Rundbau aus hellenistischer Zeit (3. J.h v. Chr.).

Empfehlenswerte Strände

Unvergleichlich schöne Sandstrände findet man um Armenistis.

Bei Xilosirtis gibt es einen Strand, der mit rundgeschliffenen, blendend weißen Kieseln bedeckt ist.


Hoteltipp:

Evdoxia (C) in Evdilos oberhalb des Hafens (153 Stufen!)
Diese moderne Hotel mit kleinen, aber gut ausgestatteten Zimmern hat
eine phantastische Aussicht.


Kastro (C) in Agios Kirikos
Erstes Haus am Platz. Ruhiges neueres Hotel oberhalb des Hauptplatzes
mit Blick auf den Hafen.
Restauranttipp:

Taverne T´Adelfia
Agios Kirikos, vom Hauptplatz Richtung Fähranleger.
Speiselokal mit Terrasse zum Hafen. Gute und relativ preiswerte Gerichte.


Samothraki:

Samothraki ist eine Insel wild wie Ikaria, aber mit Platanenwäldern und Wasserfällen und einem der am schönsten gelegenen antiken Heiligtümer. Das Klima der Insel ist im Sommer kühl, die See oft rau. Samothraki liegt etwas abseits und ist touristisch noch nicht überlaufen, vielleicht, weil es kaum Strände gibt. Für Bergwanderer ist die Insel ein geeignetes Urlaubsziel.

Der höchste Berg der Insel, der Fengari, ist nach dem Berg Athos die höchste Erhebung in der Nordägäis. Homer berichtet, dass von seinem meist wolkenverhangenen Gipfel der Meeresgott Poseidon das Kriegsgeschehen in Troja verfolgte. Tatsächlich kann man bei guter Sicht vom Gipfel des Fengari bis weit nach Kleinasien hineinsehen. Berühmt ist Samothraki für seine Schaf- und Ziegenzucht. Osterlämmer von Samothraki werden in ganz Griechenland gegessen. Im Sommer gibt es speziell im Dorf Profitis Ilias in jedem Restaurant Ziege am Spieß

Die Inselhauptstadt Kamariotissa liegt an der Nordwestküste der Insel und ist als einziger Fährhafen der wichtigste Ort der Insel. Etwa 6 km landeinwärts liegt der frühere Hauptort der Insel, Samothraki (auch Chora), recht schön an einem Hang des Saos-Gebirges. Eine Burgruine thront über dem Dorf, in dem jetzt nur noch knapp 700 Einwohner leben.

In der frühen Bronzezeit war Samothraki von Thrakern bewohnt.

Um 700 v. Chr. nahm die Insel griechische Einwanderer aus Lesbos auf, die Paläopolis gründeten, den hiesigen Kult übernahmen und ihn weiterentwickelten. Anfangs bestand ein Zusammenhang mit der Verehrung der thrakischen Erd- und Fruchtbarkeitsgötter. Dann näherte man sich den Mysterien von Eleusis an, übernahm die griechischen Götter und setzte in römischer Zeit die Dioskuren als Beschützer der Seefahrer ein.

Sehenswert

Bei Paläopolis im Norden von Samothraki kann man die Ausgrabungen des Kabiren-Heiligtums („Heiligtum der Großen Götter“) besichtigen. Das Heiligtum hatte im Altertum ähnliche Bedeutung wie Delphi. Hier wurde die berühmte Statue der „Nike von Samothrake“ gefunden, deren Original sich in Paris befindet. Im Museum von Paläopolis steht eine Nachbildung.

Therma ist ein kleiner Ort an der Nordküste mit einem Schwefelbad. Therma hat sich zu einem touristischen Zentrum entwickelt.

Nicht weit von Therma entfernt, in 1 bzw. 6 km Entfernung, befinden sich drei Wasserfälle.

Einen Besuch wert ist die Kapelle Kremniotisa aus dem 11. Jahrhundert. Sie steht auf einem hohen Felsvorsprung bei Pahia Ammos. Von hier aus hat man eine berauschende Aussicht auf das Meer und die Insel Gökceada vor der Küste der Türkei.

Empfehlenswerte Strände

Im Osten der Insel liegt ein kilometerlanger, dunkler Kieselstrand, an dem man gut baden kann.

Der einzige Sandstrand der Insel ist Pahia Ammos an der Südküste.

Hoteltipp:

Kyma
Kleines, familär geführtes Hotel im Zentrum von Kamariotissa.


Niki Beach
Hotel am Stadtrand vom Kamariotissa; unmittelbar an einem Kiesstrand gelegen..
Restauranttipp:

Horizon
An der Straße nach Paleopolis.
Taverne außerhalb von Kamariotissa mit sehr guter Küche.
Museentipp:

Archäologisches Museum am Eingang zu den Ausgrabungen von Paleopolis
Die berühmte Nike von Samothraki steht heute in Paris im Louvre und ist in diesem
Museum nur als Kopie vertreten. Ein Fries aus der Zeit um 340 v.Chr. zeigt tanzende
Mädchen. Im gleichen Saal sind auch Dachziegel zu sehen, die Stempel der Handwerker
tragen; sie wurden nämlich pro Stück bezahlt.


 

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