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Die Saronische Inseln:

Zu den schönsten Ausflügen, die man von Athen aus machen kann, gehört eine Schiffsfahrt zu den Inseln im Saronischen und Argolischen Golf. Wegen ihrer Nähe zu Athen sind die Inseln im Sommer jedoch meist recht überlaufen.

Jede der Inseln hat ihren eigenen Charakter. Ihre Landschaftsvielfalt, aber auch die vielen Altertümer ziehen Touristen aus aller Welt an. Ägina, Ankistri, Hydra, Poros, Spetses u.a. sind die Spitzen einer felsigen Vulkanketten vor der Küste Athens. Auch außerhalb der Saison gibt es gute Fährverbindungen. Die beste Zeit, um den wahren Charakter der Inseln kennen zu lernen und die archäologischen Stätten in Ruhe zu besuchen.

Ägina:

Ägina, die Pistazieninsel, ist die bekannteste Insel im Saronischen Golf. Im Sommer ist die Insel praktisch ein Vorort von Athen und eignet sich gut für Ausflüge in die Hauptstadt, auf den Peloponnes und andere Inseln. Entsprechend lebhaft geht es während der Hochsaison auf Ägina zu.

In der Inselmetropole mit der malerischen Hafenfront und im lebhaften Badeort Agia Marina findet jeder sein Lieblingslokal. Nach dem Ende der Hauptsaison allerdings kehrt Ruhe ein und die Insel wird wieder vom ländlichen Leben beherrscht.

Der Sage nach entführt Zeus Ägina, die Tochter des Flussgottes Asopos und der Flussnymphe Metope. Er brachte sie auf die Insel Oinopia und benannte diese Insel in Ägina um. Der sagenhafte König Aiakos war der Sohn von Ägina und Zeus. Wegen seiner Gerechtigkeit und Güte wurde er nach seinem Tod mit Minos und Rhadamanthys zum Seelenrichter in der Unterwelt ernannt.

Um ein Volk für Aiakos zu finden, verwandelte Zeus Ameisen (griech. Myrmekes) in Menschen, die sich die Myrmidonen nannten.

Ägina war bereits im 4. Jahrtausend v. Chr. besiedelt. Seit dem 3. Jahrtausend v. Chr. besaß die Urbevölkerung bereits einen befestigten Hafenplatz. Wie Keramikfunde aus dieser Zeit belegen, trieben sie bereits Handel mit den Kykladen, Kreta und dem Festland.

Dorische Einwanderer, die um 1000 v. Chr. auf die Insel kommen, sichern die Vormachtstellung Äginas im griechischen Seehandel. Zu dieser Zeit soll die Insel bis zu 500.000 Einwohner gehabt haben.

650 v. Chr. kontrolliert Ägina den Silberhandel mit Spanien und beginnt als eine der ersten Städte Griechenlands mit der Prägung eigener Münzen.

480 v. Chr.: Obwohl Ägina zunächst mit den Persern sympathisiert (die Perser kontrollieren die für Insel wichtigen Seewege zum Schwarzen Meer), liefert die Insel letztendlich den entscheidenden Beitrag für den Sieg über die Perser in der Seeschlacht bei Salamis.

460 v. Chr. fühlt sich Athen von der wachsenden Macht der Insel bedroht und besetzt Ägina. Die Insel muss ihre Flotte ausliefern und alljährlich riesige Tributzahlungen leisten, die den wirtschaftlichen Zusammenbruch zur Folge haben.

431 v. Chr., bei Ausbruch des Peloponnesischen Krieges vertreiben die Athener die Inselbewohner, um zu verhindern, dass diese sich mit Sparta verbünden. Teilweise kehrt die Bevölkerung um 404 v. Chr. zurück.

Zur Zeit des Römischen Reiches und in der byzantinischen Epoche sinkt die Insel zur Bedeutungslosigkeit herab.

1537 wird Ägina vorübergehend von den Türken besetzt.

1715 erobern die Türken Ägina endgültig.

1828 wird Ägina vorübergehend Sitz der ersten freien griechischen Regierung.

Die Inselhauptstadt Ägina liegt an der Stelle der antiken Stadt, die etwa 2500 v. Chr. gegründet wurde. Ägina-Stadt hat mit seinen weißgekalkten Häusern und der Kapelle Agios Nikolaos eine sehr malerische Hafeneinfahrt.

Die Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft, Fischerei, Seefahrt und dem Fremdenverkehr. Seit dem Altertum bekannt sind die auf Ägina hergestellten Tonkrüge, in denen das Wasser besonders lange frisch bleibt.

Sehenswert

Das Museum neben der Kathdrale in Ägina-Stadt mit Stücken vom sogenannten Aphroditetempel, Skulpturenfragmenten vom Aphaiatempel und reichen Keramikfunden aus der Zeit 4500 – 3500 v. Chr.

Der Apollontempel (meist Aphroditetempel genannt) 10 Minuten nördlich von Ägina-Stadt. Er wurde um 500 v. Chr. in der Blütezeit der Insel zur Verehrung der Athene und der Aphaia errichtet. Bereits 431 v. Chr. wurde der Tempel wieder aufgegeben, als die Inselbewohner von den Athenern verjagt wurden. Unter dem Tempel befinden sich die Mauern eines noch älteren Baus, in dem nur der Aphaia gehuldigt wurde. Aphaia war eine Tochter des Zeus, auch bekannt als die kretische Nymphe Diktynna, die eine gewisse Ähnlichkeit mit der Artemis aufweist. Der Legende nach floh sie auf einem Fischerboot nach Ägina, um ihre Jungfräulichkeit vor den Nachstellungen des Kreterkönigs Minos zu bewahren. Unterhalb des Tempels befindet sich der sehr besuchte Badeort Agia Marina.

Die Geisterstadt Paleochora wurde im 9. Jahrhundert gegründet. Die ehemalige Inselhauptstadt ist heute verlassen. Auf einem Hügel bei Paleochora befinden sich die Überreste eine mittelalterlichen Festung, in der die Inselbewohner bei Piratenüberfällen Zuflucht suchten.

Auf dem Gipfel des Profitis Ilias, an der Stelle der heutigen Kapelle, befand sich einst ein Altar des Wolkengottes Zeus Hellanios. Hier wurde der Sage nach bei anhaltender Dürre um Regen gefleht. Vom Gipfel bietet sich ein großartiger Rundblick auf das Meer, Attika und den Peloponnes.

Hoteltipp:

Eginitiko Archontiko (B), Odos Nikolaeo 4
In einem über 150 Jahren alten Herrenhaus, schön eingerichtete Zimmer.
Dachgarten mit Bar.
Restauranttipp:

Kafenion Agora
in Ägina Stadt hinter der Fischmarkthalle. Hinter der Parallelstraße zum Hafen.
Beliebter Treffpunkt der Fischer. Ausgezeichnete Fischgerichte zu akzeptablen Preisen.

 

Ankistri:

Auch Ankistri ist als Domizil für die Sommerfrische bei den Athenern sehr beliebt. Drei Dörfer mit mehr Fremdenbetten als Einwohner gibt es auf der Insel. Es gibt einige eher steinige Strände, einer davon ist Nudisten vorbehalten.

Die kleine Nachbarinsel von Ägina ist eine ruhige, ursprüngliche Insel. Es gibt kaum Autos.

Angistri ist bekannt für seine vielen Kiefern, die Retsina liefern.

 

Hydra:
 

Hydra ist Künstlerkolonie, Schickeriatreff und Bilderbuchhafen. Statt zu baden, sitzt man tagsüber in den Cafés am geschützten Naturhafen und beobachtet die Kreuzfahrtpassagiere. Abends zieht man sich in die Tavernen im stimmungsvollen Dorfinneren zurück.

Die Küste des Peloponnes ist auf Hydra nicht weit. Außerhalb der hübschen Inselhauptstadt, die sich mit ihren malerischen Gassen und alten Häusern an einem Hügel hinaufzieht, ist Insel recht kahl. Sehenswürdigkeiten gibt es nicht.

Motorfahrzeuge findet man auf Hydra ebenfalls nicht, ihre Benutzung ist untersagt. Beliebtes Fortbewegungsmittel ist daher nach wie vor der Esel. Auf langen Fußmärschen kann man auf dieser Insel viel unberührte Natur entdecken, aber gutes Schuhwerk ist unbedingt empfehlenswert.

Bedeutung erlangte Hydra im 18. Jahrhundert als Flottenbasis im Kampf gegen die Türken. Und dann von 1821 an, als die hiesigen Reeder und Kapitäne den griechischen Freiheitskampf unterstützten. Zur Zeit des Befreiungskrieges hatte die Insel bis zu 16.000 Einwohner.

Sehenswert

In Hydra-Stadt sollte man die großen Herrenhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert ansehen. Z.B. die der Familien Voulgaris, Tomazis (heute ist hier die Kunstakademie untergebracht) und Koundouriotis, hier hat man ein Museum für die Zeit des Aufstands ab 1821 eingerichtet.

Weitere Ausflugziele sind das 500 m hoch gelegene Kloster Profitis Ilias und das Kloster Zurvas, die beide noch bewohnt werden.

Empfehlenswerte Strände

Hydras Strände sind allenfalls durchschnittlich. An der Westküste eignen sich die Orte Kaminia, Molos, Vlihos und Mandraki zum Schwimmen.

Hoteltipp:

Bratsera (A), Hydra Stadt
Dieses in einer ehemaligen Schwammfabrik untergebrachte Hotel gilt
als eine der besten Unterkünfte der Ägäis.

Idra (C), Odos Voulgari 8
Am Hang gelegen, 200 m vom Strand entfernt. Hohe Zimmer mit Holzdecken
und schöner Aussicht.


Poros:

Poros ist ein Idyll in Rufweite des Peloponnes (400 m) und ebenfalls Wochenendziel vieler Athener. Die Inselhauptstadt, die sich mit ihren weißgekalkten Häusern wie ein Amphitheater an einen kugelförmigen Hügel schmiegt, bietet einen hübschen Anblick und ist ein vielbesuchter Badeort.

Poros entstand durch ein Erdbeben, das die Inseln Kalavria und Sferia vereinigte. In der Frühantike war Kalavria Mittelpunkt eines Schutzbundes (Amphiktyonie), der die Seestädte am Saronischen und Argolischen Golf (Ermioni, Epidaurus, Nauplia, Orhomenos) sowie Athen und Ägina umfasste. Auf einem Hügel in der Inselmitte befand sich ein Heiligtum für Poseidon. Hier vergiftete sich 322 v. Chr. Demosthenes, der Zuflucht vor den Makedoniern suchte.

Sehenswert

Vom Poseidontempel , 5 km außerhalb von Poros-Stadt, sind nur noch spärliche Überreste zu finden.

4 Kilometer östlich von Poros-Stadt steht das Kloster Zoodochas Pigi mit Fresken aus dem 17. Jahrhundert.

Lohnend ist ein Ausflug nach Troizen auf dem Festland. Hier findet man die Ruinen der antiken Stadt Troizen, dem Geburtsort von Theseus. Während der Perserkriege fanden hier die Frauen und Kinder von Athen Zuflucht.

Empfehlenswerte Strände

Poros Strände liegen fast ausschließlich auf der dem Peloponnes zugewandten Seite. Sie sind recht gut, aber meist ziemlich klein. Oft reichen die Pinienwäldchen bis zum Wasser.

Hoteltipp:

Theano (C), Poros Stadt
Diese Pension gegenüber der Marineschule besitzt einfache Zimmer, teils
mit Balkon, und ein Restaurant.


Spetses:

Spetses ist die südlichste der Argosaronischen Inseln. Das antike Pityussa wird dank seines günstigen Klimas gern als Sommerfrische aufgesucht. Spetses hat einen hübschen Hafen mit zahlreichen gemütlichen Tavernen. Mehrere imposante Herrenhäuser sorgen für eine beeindruckende Kulisse.

Die Feriengäste kommen überwiegend aus Griechenland und Großbritannien. Auf Spetses gibt es nur einen Ort und zahlreiche Kiesstrände, die man in Regel mit dem Kaiki (Fischerboot) ansteuert. Spetses bietet die Möglichkeit zu Ausflügen zur nahen Peloponnes-Küste

Empfehlenswerte Strände

Vosta
Porto Cheli

Hoteltipp:

Possidonion, direkt im Ort
1914 erbaute Nobelherberge an der Strandpromenade mit schlossähnlichem
Interieur.
Restauranttipp:

Klimataria, beim Gymnasium in Spetses-Ort
Große Auswahl an traditionellen Gerichten. Retsina vom Faß.

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