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Verborgene Buchten, unberührte Strände im Morgenlicht, kristallklares Wasser, auf dessen Grund die farbigen Kiesel schimmern, Pinien, die sich auf den Klippen der Steilküste in den Böen des warmen Windes wiegen. Blau und golden blitzt der Widerschein des Sonnenlichts vom Wasser durch ihr dunkles Geäst.
Seit Jahrtausenden unverändert scheint das Leben der Menschen an diesen Küsten. Wie einst die kretischen Seefahrer, so steuern die Kapitäne der kleinen hölzernen Motorschiffe von Insel zu Insel. Wie Generationen vor ihnen richten sie sich nach den gleichen Landmarken.
Der Wind trägt den Duft von Rosmarin und Thymian weit aufs Meer hinaus. Sie gehören zur ursprünglichen Vegetation Griechenlands, genauso wie der Olivenbaum. Verschwunden sind dagegen die immergrünen Wälder aus Stein- und Korkeichen. An ihrer Stelle wachsen Mandel-, Zitronen- und Olivenbaum, Bougainvillea, Agave und Feigenkaktus, die untrennbar zu unserem Bild vom Mittelmeer gehören.
Griechenland, das sind tausend Inseln und mehr, die größten von ihnen fast kleine Kontinente, die kleinsten Brückenpfeiler von Küste zu Küste. Einige von ihnen haben große Bedeutung gehabt, andere blieben lange Zeit abseits vom Strom der Ereignisse. Viel von dem, was heute den Zauber Griechenlands ausmacht, wurde von großer Geschichte geprägt und von ihr wieder vergessen.
Doch wenn die Plejaden am mitternächtlichen Himmel stehen, kann man noch immer von den Helden vergangener Tage träumen.
Geographie:
Griechenland liegt am südlichen Rand der Balkanhalbinsel und gehört zu Südeuropa. Außerdem gehören die Inseln der Ägäis, die Inseln des Dodekanes, des Ionischen Meeres und Kreta zum territorialen Gebiet. Vor allem zwei Elemente bestimmen den griechischen Raum: Gebirge und Meer. Mindestens zwanzig Berge übersteigen die Höhe von 2.000 Metern, aber es gibt kaum einen Berg in Griechenland, von dem aus nicht wenigstens ein winziges Stück Meer zu erkennen wäre und den die Meeresbriesen nicht erreichen. Trotzdem ist Griechenland kein Hochgebirgsland.
Griechenlands Halbinseln und Inselketten sind die Spitzen von überfluteten Gebirgsketten. Wenn man sich im Flugzeug den Kykladen nähert, kann man das besonders schön erkennen. Die Küsten sind von tiefen Buchten eingeschnitten, die gesamte Region wird häufig von Erdbeben erschüttert.
Mehr als 2.000 Inseln gehören zum griechischen Staatsgebiet, weniger als 200 von ihnen sind bewohnt.
Kreta in der südlichen Ägäis ist die größte der
griechischen Inseln. Westlich vom griechischen Festland liegen
die Ionischen Inseln (Korfu, Lefkos, Kefalloniá, Zakynthos). Die
größten Inselgruppen bilden die Kykladen (mit Naxos, Paros,
Santorin u.a.) in der südlichen Ägäis und östlich von ihnen
die 12 Inseln des Dodekanes (Rhodos u.a.)
Flora/Fauna:
Tausende Jahre Waldrodung, Viehhaltung und landwirtschaftliche Nutzung haben dazu geführt, dass die ursprünglich dichte Bewaldung zerstört wurde und nur noch ein Fünftel des Landes mit Wald bedeckt ist.
In den nördlichen Wäldern leben Wölfe, Bären, Luchse und Adler, die im übrigen Europa nur noch in einigen Rückzugsgebieten vorkommen. Recht zahlreich sind Wildvögel, Hasen, Kaninchen, Wildziegen, Dachse, Marder und Wiesel, im Süden außerdem Reptilien.
Klima:
Die abwechslungsreiche geographische Landschaft Griechenlands bietet eine Vielfalt von klimatischen Verhältnissen. Die meisten Gebiete des Landes gehören zum sogenannten „Ölbaumklima“, entsprechend mild ist das Klima. Allgemein gilt es als das mildeste im Mittelmeerraum, bei gleichzeitig vielen Variationen in den nördlichen und westlichen Teilen des Landes. In Ostmazedonien und Thrakien strömt kalte Luft aus dem Balkan ein und auch über die schneebedeckten Gipfel der Gebirge wehen häufig eisige Nordwinde. Zwischen Oktober und April fällt oft Regen.
Wer Sonne sucht, fährt am besten zwischen Mai und September nach „Hellas“, wenn man auch überall im Meer baden kann.
Urlaubsziele:
Auf seinen zahlreichen, im Charakter ganz unterschiedlichen Inseln verschiedenster Größe bietet Griechenland für jeden Urlauber etwas. Zu einem Überblick über die Inseln und Urlaubsgebiete geht es hier.
Die folgenden Seiten verstehen sich nicht als
perfekter Reiseführer. Sie sollen neugierig machen auf ein Land
mit einer faszinierenden Vergangenheit und einer landschaftlichen
Vielfalt, das man einfach einmal erlebt haben muss.
Die griechische
Götterwelt:
Zeus:
der höchste
griechische Gott, Sohn des Kronos und der Rhea, Gemahl der Hera,
von ihr Vater des Ares, des Hephaistos und der Hebe; zeugte auch
mit seinen zahlreichen göttlichen und sterblichen Geliebten
Götter und Helden (Artemis, Apoll, Persephone, Hermes, Dionysos,
Herakles, Minos, die Musen, die Horen u.a.); Athene entsprang
seinem Haupt. Im Kampf gegen Kronos und die Titanen begründete
Zeus die Macht der olympischen Götter. Die Weltherrschaft teilte
er sich mit seinen Brüdern Poseidon und Hades. Zeus galt als
Beherrscher der Naturgewalten; der Blitz war seine Waffe, der
Adler sein Symboltier, als Mundschenk diente ihm der schöne
Ganymed, den er entführte (oder von seinem Adler rauben ließ).
Als König der Götter und Vater der Menschen war er Beschützer
der menschlichen Ordnung. Bedeutende Kultstätten in Dodona und
Olympia.
Hephaistos:
(lateinisch
Hephaestus), griechischer Mythos: Gott des Feuers und der
Schmiedekunst, Sohn des Zeus und der Hera, Gemahl der Aphrodite,
von den Römern dem Vulcanus gleichgesetzt; dargestellt als
kräftiger, hinkender Mann in Handwerkertracht mit Hammer oder
Zange.
Ares:
der griechische Kriegsgott,
Sohn des Zeus und der Hera, Liebhaber der Aphrodite, von den
Römern dem Mars gleichgesetzt; wurde als bärtiger Krieger,
später als kräftiger, jugendlicher Mann dargestellt
(Parthenonfries; Ares Ludovisi).
Aphrodite:
[zu griechisch aphrós
»Schaum« (die Schaumgeborene)], griechische Göttin der
sinnlichen Liebe, der Schönheit und Verführung, von den Römern
der Venus gleichgestellt. Aphrodite war ursprünglich
wahrscheinlich eine semitische Gottheit, die von den Griechen
wohl in mykenischer Zeit über Zypern (Beiname »Kypris«) und
die Kykladen übernommen wurde. Semit. Ursprungs ist auch die
Verbindung der Aphrodite mit Adonis und die Tempelprostitution in
Korinth. In der Mythologie ist Aphrodite die Gemahlin des
Hephaistos, auch Geliebte des Ares und des Anchises, dem sie
Äneas gebar. Eine künstlerische Darstellung der Aphrodite
findet sich schon kurz vor der Mitte des 7.ÿJahrhunderts auf
Naxos. Der Ludovisische Thron zeigt vermutlich die Geburt der
Göttin. Berühmte antike Statuen sind die Aphrodite von Knidos
(von Praxiteles), die Aphrodite von Melos (auch Venus von Milo
gen.) aus dem späten 2.ÿJahrhundert v.Chr. (Paris, Louvre) und
die Mediceische Venus (Florenz, Uffizien) aus dem 1.Jahrhundert
v.Chr.
Hera:
griechischer Mythos:
Tochter des Kronos und der Rhea, Schwester und Gemahlin des Zeus,
Beschützerin der Ehe und der Frauen, Mutter von Hephaistos,
Ares, Hebe, Eileithyia. Die Römer setzten sie der Juno gleich.
Ihre Attribute waren Zepter, Diadem, Schleier und Pfau.
Dargestellt wurde sie in strenger, hoheitsvoller Schönheit,
meist mit einem Stirnreif, u.ÿa. in ihrem Heiligtum (Heraion)
von Argos (Goldelfenbeinbildwerk, Kopf durch Münzbilder
bekannt), in Olympia (6.Jahrhundert v.Chr.), Samos.
Poseidon:
griechischer Mythos:
der mächtige, oft grollende Gott des Meeres, Sohn des Kronos und
der Rhea; Bruder des Zeus und des Hades, die gemeinsam mit ihm
das Universum unter sich aufteilten; von den Römern dem Neptun
gleichgesetzt. Seine Gemahlin ist Amphitrite, Begleiter sind
Tritonen und Nereiden. Attribute: Dreizack, Fisch, Delphin.
Apoll:
(griechisch Apollon,
lateinisch Apollo), einer der griechischen Hauptgötter. Apoll
ist kleinasiatischen Ursprungs und vereinigte viele, zum Teil
vorgriechische Kulte in sich (über 200 Kultnamen: so ist er als
Gott des Lichtes ApollÿPhoibos, als Gott der Künste
ApollÿMusagetes, der »Führer der Musen«). Auch die Römer
verehrten ihn seit dem 4.Jahrhundert v.Chr. Augustus erhob ihn zu
seinem Schutzgott. Nach dem Mythos war Apoll der Sohn des Zeus
und der Leto, wurde mit seiner Zwillingsschwester Artemis auf der
Insel Delos geboren, tötete den Drachen Python und übernahm das
Orakel in Delphi, seinem Hauptkultort, wo ihm zu Ehren die
Pythischen Spiele gefeiert wurden. Attribute Apolls sind Bogen,
Leier, Lorbeer. Die griechische Kunst verkörperte Apoll meist
als nackten Jüngling, am hoheitsvollsten im Westgiebel des
Zeustempels von Olympia (460 v.Chr.). Der »Kasseler Apoll« geht
wohl auf ein Werk des Phidias, der »Apoll vom Belvedere« im
Vatikan vielleicht auf ein Werk des Bildhauers Leochares zurück.
Athene:
(Pallas Athene),
griechischer Mythos: Göttin, Tochter des Zeus, dem Haupt ihres
Vaters entsprungen und ewig jungfräulich (Athene Parthenos),
Schutzherrin der Helden, der Städte, des Ackerbaus, der
Wissenschaft und der Künste. Ihre Attribute waren Ölbaum und
Eule. Von den Römern wurde Athene der Minerva gleichgesetzt. In
der Kunst erscheint sie schon im 6.ÿJahrhundert v.Chr. mit Helm,
Aigis und Speer, so auf den Giebeln des Aphaiatempels in Ägina.
Ihre in der Antike berühmteste Darstellung war das nicht mehr
erhaltene Goldelfenbeinbild des Phidias im Parthenon in Athen.
Dionysos:
(Bakchos, lateinisch
Bacchus), griechischer Mythos: Gott der Fruchtbarkeit und der
Ekstase, Sohn des Zeus und der Semele, mit Ariadne verbunden;
ursprünglich vermutlich thrakischer Bauerngott. Sein Gefolge
waren Mänaden und Satyrn; sein Kennzeichen und das der Mänaden
war der Thyrsos, ein Stab mit einem Pinienzapfen. Weinstock und
Efeu waren ihm heilig. Dionysos wurde in orgiastischen Kulten
gefeiert. Seine Hauptfeste waren u.a. die Anthesterien (im
Frühjahr) und die Dionysien (mit Theateraufführungen) sowie
alle zwei Jahre die Wiedergeburt des Dionysoskindes. Dargestellt
wurde Dionysos bis Ende des 5.Jahrhunderts v.Chr. als bärtiger
Mann mit Binde oder Efeukranz um das Haupt, einem Trinkgefäß in
der Hand, später als Jüngling, mit einem Reh- oder Pantherfell
bekleidet.
Demeter:
griechischer Mythos: Göttin des
Erdsegens und der Fruchtbarkeit, Schwester des Zeus, Mutter der
Persephone, die von Hades in die Unterwelt entführt wurde. Ihr
zu Ehren wurden die Eleusinischen Mysterien (Eleusis) und die
Thesmophorien (ein Fruchtbarkeitsfest) gefeiert.
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