Das klassische Griechenland:

Die attische Demokratie:

 


Die Merkmale der griechischen Polis

Polis (= Gemeinde- oder Stadtstaat), 8 Jhd. v. Chr.
Merkmale: Die Selbstverwaltung: Jede Polis hatte eine eigenständige Verfassung mit unterschiedlichen Herrschaftsformen.

(Herrschaft des Adels)die Aristokratie

der Oligarchie (Herrschaft von wenigen)

der Tyrannis (Alleinherrschaft)

der Demokratie (Volksherrschaft)

Die Reform des Solon und Tyrannis in Athen

Archon Solon (544/93 v.Chr.) wurde mit der Aufgabe betraut, Spannungen abzubauen. Er genoss das Vertrauen von Mittelständischen, als auch von Adeligen.

Reformvorhaben:

a) die auf Grundstücke lastenden Schulden mindern.

b) Alle wegen Schulden leibeigen gewordene Personen freilassen. Die ins Ausland verkauften Sklaven auf Staatskosten zurückholen.

c) Die Verpfändung von eigenen Personen wurde verboten.

d) Änderung des geltenden Rechtes – Gleichheitsgrundsatz.

Die Schuldabschüttelung verärgerte die aristokratischen Grundbesitzer. Diese Unzufriedenheit nützte Peisistratos, welcher mit Hilfe der Bauern als Alleinherrscher hervorging (560 v.Chr.)

Reform:

a) Boden und Güter verbannter Aristokraten teilte er unter den Bauen auf

b) Beschäftigung von Armen im Straßen-, Wasserleitungs- und Tempelbau

c) Einheitliche staatliche Währung (Drachme)

d) Förderung von Kunst und Kultur

e) Einführung der Bodenertragssteuer

Die attische Demokratie unter Kleisthenes

Kleisthenes löste die alten Stammesverbände (Phylen) auf und fasste die attischen Bürger in zehn neuen Phylen zusammen. Diese waren nur noch nach geographischen und erwerbs- spezifischen Gesichtspunkten und nicht mehr nach ihrer Geschlechterzugehörigkeit zusammengesetzt. Kleisthenes teilte Attika in Drittel (Küstenland, Bergland, Stadtgebiet Athen) ein. Damit waren die alten, auf Verwandtschaft beruhenden Machtverhältnisse zerschlagen. Neu war seit Kleisthenes das Amt des Strategen (von der Volksversammlung wurde aus jeder Phyle ein militärischer Oberbefehlshaber gewählt). Da Kleisthenes auf alle Zeit die Tyrannis verhindern wollte, schuf er das Scherbengericht.

Die Abwehr der Perser

Als Athen und andere Poleis um 500 v.Chr. einen Aufstand der kleinasiatischen Griechenstädte gegen die persischen Fremdherrscher unterstützten, folgten Strafexpeditionen der Perser bis nach Athen. Den zahlenmäßig weit unterlegenen Griechen gelang es mehrmals, die Armee und Flotte des persischen Großkönigs entscheidend zu schlagen (u.a. in Marathon). Athen war durch die Erfolge über die Perser zur wichtigsten Seemacht in der Ägäis aufgestiegen. Als Ruderer der Flotte wurden Bürger der 4. Klasse (Theten, besitzlose Klasse) herangezogen und erlangten dadurch das gleiche Ansehen wie die 3. Klasse (Bauern, Handwerker). Die Athener gründeten den Delisch-Attischen Seenbund.

Athen und die attische Demokratie unter Perikles

Perikles gewann durch weitgehende Zugeständnisse an die ärmeren Bevölkerungsschichten überragenden Einfluss. Er bezog breitere Bürgerschichten in die aktive Politik ein:

die 3. Vermögensklasse wurde zum Archontat zugelassen Ratsmitglieder und Geschworene erhielten Taggelder

Die Verfassung richtete sich nach keinem fremden Gesetz. Es handelte sich um eine Volksherrschaft (Demokratie).Vor dem Gesetz waren alle Bürger gleich. Das Ansehen eines Bürgers wurde durch Leistungen und nicht durch seine Herkunft bestimmt.

Vergleich der Demokratie des Perikles mit der heutigen österreichischen Demokratie

Perikles hatte durchaus eine sogenannte moderne Demokratie betrieben, indem alle Bürger vor dem Gesetz gleich waren.

In der österreichischen Verfassung, Art. 1 B-VG, ist genau diese Grundideologie enthalten. "Österreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volk aus".
Eine Annäherung erfolgte weiters durch die Zulassung der 3. Klasse der Bauern und Handwerker zum Archontat und konnten damit alle Bürger ihre Vertreter wählen.
Unterschiede sind u.a. in der Sklavenhaltung und in der nicht politischen Mitbestimmungsmöglichkeit durch die Frauen gegeben.

Die Rechte und Pflichten attischer Vollbürger:

Pflichten der Vollbürger (Männer): Sie nahmen direkt an wichtigen Gesetzesbeschlüsse teil und waren großteils im Staatsdienst tätig.

Rechte der Vollbürger (Männer): Nur wer attischer Bürger war, durfte Grund und Boden besitzen.

Männer hatten als Hausherren Herrschaftsgewalt über die gesamte Familie und Besitz. Männer waren auch außereheliche Beziehungen erlaubt.

Der Mann konnte seine Frau ohne Begründung einfach verstoßen.

Pflichten der Metöken (Fremde): Die Metöken mussten Sondersteuer zahlen. Sie mussten auch Kriegsdienst leisten

Rechte der Metöken (Fremde): Persönlich waren sie frei. Sie hatten die Glaubensfreiheit und konnten ihren Beruf frei wählen.

Pflichten der Frauen: Sie mussten den Haushalt erledigen. Die einfache Frau war auch Händlerin, Textilarbeiterin oder auch Hebamme.

Rechte der Frauen: Frauen waren politisch und juristisch rechtlos. Zu höheren Berufen, die Bildung und Ausbildung erforderten, hatten Frauen keinen Zutritt.

Die Herrschaftsgewalt des Hausherren erstreckte sich über die gesamte Familie und deren Besitz.

Leistungen des Sokrates, Platon und Aristoteles

Sokrates, Platon und Aristoteles waren die Vorreiter für die weitere philosophische Denkweise im Abendland und es war dies von grundlegender Bedeutung.

Das Vermächtnis des Aristoteles an die Menschheit bestand darin, dass der innerlich freie Mensch das Gute, wenn er es erkannt hat, um seiner selbst willen tut. Er war sein Leben lang bemüht, die Weisheit zu suchen, sowie sich und andere zu prüfen, wie sehr sie das Gute taten.

Platon hat die Nachwelt dazu angeregt. sich nicht bloß mit der äußeren Erscheinung der Dinge zu begnügen. Er meinte, man müsse hinter die Dinge schauen, um deren Wesen zu erkennen.

Nach Aristoteles hingegen, sollte das Wissen aus der Erfahrung stammen. (Jede Wissenschaft sucht gewisse Prinzipien und Ursachen für die unter sie fallenden Wissenschaftsgegenstände, wie Heilkunst, Gymnastik, usw.) Vor allem im Bereich der Logik (Lehre von Gesetzen) und der Ethik (Sittenlehre) schuf Aristoteles wegweisende Erkenntnisse.

Die Kunst der Griechen wird hauptsächlich im Tempel und seiner Ausschmückung fassbar. Die Pracht dieser Gebäuden wurde wesentlich durch die Zahl und Größe der Säulen bestimmt. Es entstanden verschiedenste Figuren. Besonders wurde die Darstellung des nackten männlichen Körpers in der Antike zur Vollendung gebracht. Es entstanden Reliefe (Darstellung von Götter – Athene und Poseidon). Neben Tempel errichteten die Griechen auch Theater und Sportanlagen.

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